Medien als Lernwerkzeuge

Durch das Gestalten und Verbreiten eigener Medienbeiträge sollen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, selbst technische Medien zur Gestaltung eigener Aussagen zu verwenden, z.B. durch die eigene Herstellung von Foto- oder Videodarstellungen, von Druckerzeugnissen (Schrift-Bild-Kombination), von Hör- oder Videomagazinen, von Hörspielen oder Videofilmen sowie von computerbasierten Beiträgen. Sie sollen Medien zur Dokumentation von Sachverhalten, zur Artikulation eigener Interessen und Bedürfnisse sowie zur künstlerischen Gestaltung nutzen. Auf diesem Wege können sie die bloße Rezipientenrolle verlassen und selbst Öffentlichkeit herstellen. Gleichzeitig erfahren sie technische Möglichkeiten von Medien in handelnder Weise, was sie befähigen soll, mediale Angebote kritisch einzuordnen und zu bewerten. Die obigen Ausführungen zeigen deutlich, dass Medienkompetenz nicht ohne Methoden- und Sozialkompetenz denkbar ist. So müssen die Lernenden im Rahmen medialen Handelns auch elementare, „klassische“ Lern- und Arbeitstechniken, wie z.B. verstehend lesen, markieren, exzerpieren, visualisieren, nachschlagen erwerben. Hinzu treten zentrale kooperative Sozial- und Arbeitsformen wie Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Planspiel, Referat, Fallanalyse, Feedback. Die Kommunikation innerhalb des Arbeitsprozesses und über die Arbeitsergebnisse ist von zentraler Bedeutung. Die Lernenden müssen elementare sozial-kommunikative Techniken wie zuhören, argumentieren, frei reden, diskutieren, moderieren erwerben; daneben gilt es auch die Rolle non-verbaler Elemente zu erkennen.

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