Soziales Lernen als Schulfach

Seit dem Gründungsjahr ist das „Soziale Lernen“  als Fach Bestandteil der Stundentafel an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule und wird von der Schulsozialpädagogin in Absprache mit den Klassenlehrern für die Jahrgang 5 durchgeführt. Der Bedarf an frühzeitiger und systematischer Förderung von sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

Manchen Schülern fällt die Einhaltung von Grenzen und Regeln schwer, so dass sie in ihrem Sozialverhalten immer wieder negativ auffallen und dadurch auch in der Schule in Schwierigkeiten geraten können. Die große Gruppe der unauffälligen Schüler fühlt sich oft unterdrückt, übervorteilt oder nur unzureichend wahrgenommen. Die unterschiedlichen Lebenswelten dieser Gruppen kollidieren häufig und behindern erfolgreiches Arbeiten in der Schule und letztlich die gesamte Persönlichkeitsentwicklung. Dabei sind soziale Kompetenz und Teamgeist  wichtige Voraussetzungen für schulischen und beruflichen Erfolg. Soziale Kompetenz beinhaltet als Oberbegriff Aspekte wie Selbst-sicherheit, Selbstvertrauen, Selbstbehauptung, Durchsetzungsvermögen und Kontaktfähigkeit. Ein entsprechendes Verhalten verknüpft individuelle Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe und wird versuchen, sein Tun und seine Vorstellungen mit denen der Gruppe in Einklang zu bringen. Wer soziale Kompetenz besitzt, besitzt mit ihr die notwendigen Mittel, um Probleme zu lösen und an Krisen zu wachsen – als eine wichtige Grundlage für ein erfolgreiches, sinnstiftendes Leben. Daher sind Trainings, die neben den täglichen Situationen im Unterricht und Schulleben allgemein geplant und reflektiert im Fach „Soziales Lernen“ zur Stärkung sozialer Kompetenzen durchgeführt werden, sinnvoll.

 

Soziales Lernen: Werte und Ziele

Förderung und Entwicklung sozialer Kompetenzen im Umgang mit sich selbst und anderen werden unterstützt, indem

  • den Schülern Übungsfelder zur Entwicklung und Förderung eines konstruktiven und positiven Sozialverhaltens angeboten werden,
  • ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl durch Bewusstmachung und Anerkennung ihrer persönlichen Qualitäten zu stärken versucht wird,
  • ihre realistische Selbsteinschätzung und die Fähigkeit zu reflektiertem Handeln gestärkt wird,
  • der bewusste und angemessene Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen gefördert und damit Achtung und Toleranz vor anderen Menschen, auch Gruppen und Kulturen gezeigt wird,
  • die Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung gestärkt wird (Verlässlichkeit, Diskretion, soziale Integration und soziales Engagement),
  • die Kritikfähigkeit sich selbst und der Gruppe gegenüber gefördert wird, um negativen Gruppendruck leichter widerstehen zu können,
  • ihnen geholfen wird, eigene Normen, Werte und Ziel  zu finden.

 

Inhalte des Sozialen Lernens

  • Wir lernen und kennen – Jeder Fremde kann ein Freund sein
  • Vernetzung mit anderen Projekten , z. B. Klassenpaten, Streitschlichter - soweit ausgebaut
  • Wir einigen uns auf Regeln
  • Förderung der Kooperationsfähigkeit: Als Gruppe handeln
  • Streitschlichtung und achtsamer Umgang miteinander
  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Umgang mit Gefühlen
  • Die Beziehung zu meinen Freunden.

 

Methodisch umfasst Soziales Lernen ein breites Spektrum von der Großgruppe im Stuhlkreis, Einzel-, Partner- und Kleingruppenarbeiten, Rollenspielen und anderen spielpädagogischen Elementen. Eingebunden ist darüber hinaus die außerschulische Jugendarbeit durch einen Projekttag in der Jugendeinrichtung KaRo 11 mit Intensivtraining in anderer Atmosphäre als in Schule zur Teamfähigkeit (siehe Punkt außerschulische Kooperationen). Darüber hinaus lässt die Stunde des Sozialen Lernens Raum für aktuelle Klassenthemen und -probleme. Sie ist somit selbst Übungs- und Anwendungsfeld angestrebter oder bereits erworbener sozialer Kompetenzen.

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