Gesunder Ganztag

Die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule wird im gebundenen Ganztag geführt und hat an drei Tagen (Montag, Mittwoch und Donnerstag) verbindlichen Nachmittagsunterricht. Das ganztägige Lernen bietet die Gelegenheit, Schule als Lebensraum zu gestalten und andere Professionen in den Schulalltag einzubinden. Die Unterrichtstage werden sinnvoll rhythmisiert, Phasen der Anspannung und Entspannung wechseln sich ab. Der Unterricht in der Sekundarstufe I findet montags, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 7:45-15:40 Uhr statt, dienstags und freitags schließt der Unterricht um 13:40 Uhr. Die Mittagspause findet von 12:10-13:10 Uhr statt, daran schließt sich die halbstündige Förder-und Forderzeit an. Am Mittwoch und Freitag bietet unsere Schule ein umfassendes AG-Angebot an. In der Mittagspause bietet die Gemeinschaftsmensa auf dem Gelände des St. Bernhard-Gymnasiums den Schülerinnen und Schülern ein reichhaltiges Mittagessen an.  

Grundsätzlich sind alle Kolleginnen und Kollegen, aber auch Eltern einer Ganztagsschule, an der Arbeit im Ganztag beteiligt. Sie führen Pausenaufsichten, leiten Arbeitsgemeinschaften und führen Offene Angebote durch. Die Koordination obliegt dabei der Sozialpädagogin und der Ganztagsbeauftragten, die in Zusammenarbeit mit der Schulleitung den Ganztag organisieren. Die Sozialpädagogin und die Ganztagsbeauftragte treffen sich regelmäßig, um die nächsten Schritte der konzeptionellen Arbeit voranzutreiben, Probleme zu erörtern sowie die Aufgaben in den einzelnen Bereichen abzusprechen. Zudem entwickeln und evaluieren sie das Ganztagskonzept laufend. 

Gerade für Kinder und Jugendliche einer Ganztagschule ist Schule nicht nur Lernort, sondern vor allem auch zentraler Lebens- und Aufenthaltsort. Neben der Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten kommt der Ganztagsschule die Aufgabe zu, Möglichkeiten und Gelegenheiten beriet zu stellen, im inner- und außerschulischen Bereich die sozialen Fähigkeiten und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu erweitern.

1. Pausen
Dies geschieht an unserer Schule hauptsächlich im Pausenbereich, in dem Zeiten und Orte für diese Erfahrungen zur Verfügung gestellt werden, als offener Raum neben den strukturierten Unterrichtsphasen. Dabei orientiert sich die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler nach Bewegung, Spiel, Kreativität, Entspannung, Ruhe, Kontaktpflege und Übernahme von Verantwortung.

2. Bewegung
Bewegung in den Pausen findet auf dem bewegungsfreudig ausgerichteten Schulhof statt. Tischtennisplatten, Kickergeräte, Basketballkörbe, eine Fußballtorwand sowie ein Klettergarten laden ein, sich vielfältig zu bewegen. Mittelfristig ist geplant, den Schülerinnen und Schülern die geöffnete Sporthalle unter Betreuung zur Verfügung zu stellen. Zum Abbau von Spannungen ist hier auch eine „Wut-Fitness-Ecke“ geplant.

3. Ruhe
Ruhige Beschäftigungen sind im Bereich der Bibliothek, des Computerraumes und demnächst in einem Raum der Stille möglich. Zusätzlich können Schülerinnen und Schüler, die nicht in die Mensa gehen, im Forum eine mitgebrachte Mahlzeit in Ruhe einnehmen.

4. Übernahme von Verantwortung

Das Schülercafé als multifunktionaler Aufenthaltsraum und Kontaktfläche bietet umfangreiches Material zur sinnvollen Freizeitgestaltung: Gesellschaftsspiele, Bastelarbeiten, Metallbaukästen, Kicker und vieles mehr. Besonders beliebt sind kleinere „Kochangebote“, wie das Erstellen von Obstsnacks, Rohkost oder großflächige Malangebote. Aber auch einfach nur ´abhängen`, mit Freunden treffen, „chillen“, kommen in diesem „Jugendraum“ in Schule nicht zu kurz. Pädagogisch betreut wird dieses Angebot von der Schulsozialpädagogin Frau Rohde-Wanders, die Mitmach-Aktionen koordiniert, um Selbstverantwortung und Eigeninitiative zu stärken, oder als Ansprechpartnerin außerhalb des Unterrichtsbetriebes zur Verfügung steht.
Seit Gründung der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule wird die Idee verfolgt, den Schülern Treffpunkte bzw. Räume zur Freizeitgestaltung und Mitwirkung zur Verfügung zu stellen - Schule nicht nur als Lern- sondern auch als Lebensraum.
Dazu stand im Gründungsjahr ein Container mit dem ´Charme der Improvisation` zur Verfügung. Aktuell ist es eine „Spielebude“, die durch bauliche Veränderungen vergrößert und zu einem Schülercafé ausgebaut werden soll. Diese sukzessive Erweiterung in Anpassung und Modifikation an veränderte Rahmenbedingungen soll geschehen ohne die als wesentlich erachteten pädagogischen Prinzipien und Funktionen der schülerzentrierten und handlungsorientierten Ausrichtung zu verändern.
Somit dient der Treffpunkt zur Zeit als jahrgangsübergreifende Kontaktfläche und ist wichtiger, gelebter Baustein der Pausenbetreuung im Ganztag, wo Schüler sich entspannen, sich wohlfühlen, ihre Sorgen besprechen, schnell noch ein paar Vokabeln lernen, spielen, basteln, einen Obstsalat machen etc..
Gleichzeitig ist er durch die pädagogische Betreuung und Koordination durch die Sozialpädagogin Bestandteil der allgemeinen Schulsozialarbeit und dient in diesem Zusammenhang sowohl den konzeptionellen Zielen grundsätzlich als auch - ganz wichtig - der niederschwelligen Erreichbarkeit für sozialpädagogische Einzelfallhilfe und Beratung (Wiederbegegnung und Bindung in den Pausen als Ansprechpartner für Schulsozialarbeit.)
Aktuell erledigen die Schüler jahrgangs- und klassenübergreifend anfallende Arbeiten rund um den Betrieb ihrer „Spielebude“ wie Deko- und Gestaltungsarbeiten, Aufräumarbeiten, Ausführen von kleineren Angeboten und Mitmach-Aktionen (Kickerturnier, Obst- oder Teetag).

 

 
• Feste Einrichtung als Treffpunkt und Kommunikationszentrum (Kontaktfläche, Quatschen mit Freunden, Loswerden des Tageskummers),
• Auffangen und Entzerren aggressiven Potentials (z. B. durch einen neuen Aufenthaltsort),
• Stärkung von Eigeninitiative und Eigenverantwortlichkeit der Schüler durch ihr Mitwirken und handlungsorientierte Umsetzungsfläche von Gelerntem, um eigenes Können und Wirksamkeit zu erfahren,
• Stärkung von Bindung und Identifikation an „ihre Schule“ als Aufenthaltsort mit Freizeitcharakter in selbstgestalteter Atmosphäre,
• Üben und Erfahren von Arbeitsprozessen (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Teamarbeit),
• Präventive Wirkung durch Öffnung für jüngere Jahrgänge und jahrgangsübergreifende Arbeiten (Ältere helfen jüngeren Schülern und umgekehrt, Sensibilisierung und Empathieförderung).

 

Seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 wurde in Zusammenarbeit der Sozialpädagogin und der Ganztagsbeauftragten das Projekt „Spielausleihe“ im Rahme der Konzeption „Schüler für Schüler-Projekte“ vorangetrieben. Eine große Gruppe von Schülerinnen und Schülern der sechsten Klassenbewarb sich, um in Vierergruppen an wechselnden Tagen planmäßig eine Spielausleihe zu betreiben. „Heimat“ der Spielgeräte wurde ein auf dem Schulhof ste- hende Garage. Nach Abgabe ihres Schülerausweises als Pfand verleihen die verantwortlichen Schülerinnen und Schüler Spielgeräte wie Bälle, Tischtennis und Badmintonschläger, Kickerbälle oder Seilchen. Regelüberschreitungen der Ausleihenden werden in einem Ordner notiert und geahndet. Treffen zur Evaluation und Motivation finden regelmäßig statt.

 

Ein weiteres Kernstück des Ganztagsbereichs sind unsere Arbeitsgemeinschaften Hier können die Schülerinnen und Schüler ihre Interessen ausleben oder neue Dinge ausprobieren, jenseits von Leistungsdruck. Eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften bereichert das Schulleben der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule. Gerade hier ist auch die Mitarbeit der Eltern intensiv zu spüren. Im Bereich Sport, der ja einen Schwerpunkt an unserer Schule bildet, bie-tet die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule Fußball und Basketball als Angebot der sogenannten großen Spiele an, Sportspiele aus dem Bereich der kleinen Spiele, American Football und Frisbee als Trendsportarten, Bogenschießen als Randsportart, Leichtathletik und Sportabzeichen als Einzelsportart, Step-Arobic und Laufen als Fitnesssportart, Bewegungslandschaften und Jazz-Dance als gestalterisches Angebot sowie Boxen, Kampfsport und Selbstverteidigung als Aggressionsprophylaxe. Die Arbeitsgemeinschaften Hörbuch, Buch-AG und Kreatives Schreiben gehen auf die kognitiv orientierte Schülerinnen und Schüler ein. Lernen mit Hand und Kopf ermöglichen in besonderem Maße die Arbeitsgemeinschaften Kochen, Basteln und Knüpfen.

Nur mit Hilfe unserer Eltern kann die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule ein so breit gefächertes Angebot bieten.

 

Schule als Lebensort, an dem sich Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen entwickeln, muss auch Kontakte und Kooperationen mit außerschulischen Partnern eingehen. So arbeitet die Leonardo-da-Vinci- Ge samtschule im Rahmen der Schulsozialarbeit mit den Jugendzentren in Wekeln (KaRo 11) und in Anrath (Titanic) zusammen. Auch im Bereich der Arbeitsgemeinschaften legen wir großen Wert darauf mit Vereinen der Umge- bung zusammen zu arbeiten, um den Außenbezug von Schule zu Stärken. Partner sind im Moment der ortsansässige American-Football-Verein, der Verein für Bogenschießen, ein Kampfsportverein sowie ein Fußballtrainer, der unsere Fußball-AG leitet.

 

Unsere Eltern bieten nicht nur zahlreiche Arbeitsgemeinschaften an, sondern gestalten vielerlei Aktionen mit oder handeln sogar unter Regie des Förder- vereins unter Eigenregie. Zu nennen ist hier das „Gesunde Frühstück“, bei dem Eltern in der Frühstückspause frisch zubereitete Speisen anbieten und somit für Abwechslung sorgen. AG-Angebote durch Eltern, die Organisation des Tags der Offenen Tür im Bereich der Verkaufsstände, Mithilfe bei Sport festen, dem Sponsorenlauf sowie bei Grillpartys und Events der Schule.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weiterlesen OK