Kunstprojekt

Die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule erstreckt sich nicht nur auf das reine Sprachenlernen, um dann die Kinder möglichst schnell in Regelklassen zu integrieren, vielmehr liegt der Schwerpunkt auf der langfristigen Integration der Kinder in die Gesellschaft. Daher sollen auch nicht nur Schulthemen angesprochen werden, den Kindern soll auch die Kultur des Gastgeberlandes nahe gebracht werden, Kontakte zu Kindern aus Deutschland und anderen Ländern gefördert werden. Der „ Arbeitskreis Fremde in der Stadt Willich e.V.“  betreut Flüchtlingsfamilien, die die Leonardo da Vinci Gesamtschule besuchen.

Die im Jahr 2014 erfolgte Namensgebung „Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule“ legt nahe, sich mit abendländischer Kunst und Kultur und frühen technischen Innovationen auseinander zu setzen. Kunst steht im Mittelpunkt, doch Querverweise berühren auch naturwissenschaftlich-technische Themen und wecken so ein größeres Interesse bei Kindern. Geplant ist zunächst eine Beschäftigung mit dem Werk da Vincis, anschließend steht eine große Ausstellungsfläche im Flur des Schulgebäudes (ca. 60 m²) für eine Dauerausstellung zur Verfügung.

An dem Projekt nehmen außerhalb der schulischen Arbeit auch deutsche Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund, die hier aufgewachsen sind, teil. So soll in einer nicht durch Schule, Noten und Leistung beeinflussten Atmosphäre die Möglichkeit zu intensiveren Kontakten zwischen Kindern verschiedenen Alters, verschiedener Kulturen, Religionen und beiderlei Geschlechts geschaffen werden. Die Projektleiter erhoffen sich, dass so auf beiden Seiten eine Anbahnung längerfristigen Kontaktes, gegenseitigen Verständnisses und Interesse sowie Wertschätzung für die Kultur und Kunst anderer erzielt wird.

 

Die Bündnispartner

Wir bilden ein Bündnis zur gleichzeitigen Förderung von Kunst und Kulturaustausch. Es besteht aus dem Verein "Anrath1tausend", einem kulturtreibenden gemeinnützigen Verein, dem Verein"Arbeitskreis Fremde in Willich e.V.", der sich intensiv  um die Integration von Migranten- und Flüchtlingsfamilien kümmert sowie der neu gegründeten Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule, die sich in das kulturelle und politische Leben der Gemeinde einfügen möchte.

Der Verein "Anrath1tausen" fördert unverschuldet in Not geratene Menschen im Stadtbereich Willich, wo keine übergeordnete Institution mehr zuständig ist. Der Verein "Arbeitskreis Fremde in Willich" betreut und unterstützt MIgrantenfamilien. Die Gesamtschule "Leonardo-da-Vinci" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sprachförderung der MIgrantenkinder zu übernehmen. Sie sieht in diesem außerschulischen Angebot eine gute Möglichkeit, Kontakte zwischen Migrantenkindern und deutschstämmigen Kindern in einem kreativen Kontext außerhalb schulischer Zwänge zu ermöglichen.

 

Das Werk da Vincis

Das Werk Leonardo da Vincis soll in seiner Vielfalt wahrgenommen werden. Die Schüler übertragen seine Ideen und Visionen ins Hier und Jetzt und in die für Schüler relevante Zukunft. Ziel ist, die gemeinsam entwickelten visionären Ideen und die Herangehensweise aufgrund verschiedener soziokultureller Hintergründe darzustellen und wertzuschätzen. Die Schüler können voneinander lernen und miteinander kreativ schaffen. Die entstandenen Kunstwerke werden zunächst im Treppenhaus der Schule gezeigt und können auch in anderen Räumlichkeiten ausgestellt werden.

 

Künstlerische Leitung

Für die künstlerische Betreuung des Projekts konnte die ortsansässige Künstlerin Beate Krempe gewonnen werden, die schon viel Erfahrung in der künstlerischen  Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Migrationshintergrund hat. Sie betreut z.B. das Granatapfelprojekt, in dem sich Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund mit ihrer eigenen Geschichte beschäftigen. An mehreren Schulen und am Krefelder Kinder- und Jugendtheater gestaltet sie Bühnenbilder, sie stellt ihre Werke in Willicher Galerien und auch international aus.

 

Kompetenzen

Die Kinder erweitern ihre Kompetenz, über Kunst zu reflektieren, neue Herangehensweisen kennenzulernen und unterschiedliches Wissen auszutauschen und sich in Pausen auszutauschen und interkulturelle Verbindungen entstehen zu lassen. Die Kinder lernen Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen, ergänzen sich durch unterschiedliche Sichtweisen, diskutieren, treffen Entscheidungen, schaffen gemeinsam ein Werk und erweitern ihre sprachliche Kompetenz.

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