Streitschlichter

Streitschlichtung - Ein Angebot von Schülern für Schüler

Hallo, wir sind die Streitschlichterinnen.

Helfen statt wegschauen!

Das ist unser Gedanke gewesen, als wir mit der Ausbildung angefangen haben.

Diese hat ein halbes Jahr gedauert und wir haben sie mit viel Spaß und Freude absolviert.

Ab dem 11. 5. 2016 können und dürfen wir Streitigkeiten im richtigen Dienst schlichten.

Ihr findet uns in den Pausen auf dem Pausenhof an der silbernen Säule oder im Streitschlichterraum.

 

Unsere Ziele sind:

Hilfe bei der Lösung von Konflikten zu leisten

Zwischen Streitenden zu vermitteln

Unparteiische Beratung: Wir sind für alle da

100% Vertrauen – alles bleibt unter uns

Keine Bestrafung oder Verurteilung, sondern Finden von Lösungen

 

Wir arbeiten nach dem Prinzip  Schüler helfen Schülern!

Und wenn es Streit gibt: Es geht auch ohne Lehrer - für ein besseres Gefühl!

Eure Anne Esser

 

 

Einsatzplan der Streitschlichterinnen

Wann: Frühstücks- und Mittagspause

Wo: Schulhof und Streitschlichterraum

 

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

 

Team 1:

Shauna Kuebarth

Emely Bäcker

Joanne Koziel

 

 

 

Team 2:

Jette Christ

Jasmin Mölters

Ardiana Nuredini

 

 

 

Team 3:

Sharin Woltmann

Nele Winkler

 

 

 

Das ganze Team:

Nach Absprache

 

 

 

 

Team 4:

Anne Esser

Chiara Buono

Jocy Thomas

 

 

 

Weiterführende Informationen zum Thema Mediation und Konfliktlöseverhalten

Mediation (Vermittlung) bezeichnet ein Konfliktlöseverfahren, bei dem unparteiische Dritte zwischen Streitparteien vermitteln, wenn sie nicht allein zu einer konstruktiven Lösung kommen. Da Konflikte nur dann längerfristig und tiefgehend beigelegt sind, wenn alle dazu einen Beitrag leisten und mit der Lösung zufrieden sind (Win-Win-Situation), ist es Ziel von Mediation eine möglichst einvernehmliche Lösung für den Konflikt zu finden. Dabei ist es Aufgabe der Mediatorinnen und Mediatoren bzw. der Streitschlichterinnen und Streitschlichter, die Streitparteien bei der konstruktiven Konfliktbearbeitung zu unterstützen, indem sie z. B. den Gesprächsprozess strukturieren und begleiten.

Entsprechend hören sich die Mediatoren die Anliegen aller Beteiligten an, lassen sie Gefühle ausdrücken und helfen bei der Klärung der Interessen der Konfliktparteien. Das Ziel ist eine Einigung, die die Konfliktparteien unterzeichnen und umsetzen. Streitschlichtung – Mediation in der Schule stellt dabei eine Erweiterung vorhandener Ansätze zum sozialen Lernen dar und ist ein wertvoller Baustein auf dem Weg zu einer gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Der Einbezug von Schülerinnen und Schülern bei der Konfliktbearbeitung greift erneut das Prinzip der Peer-Group-Education, Lebensweltnähe, Partizipation und Selbstwirksamkeit auf und rundet den pädagogischen Ansatz unserer Schule weiter ab: Jugendliche treten für ihre Belange ein und engagieren sich für andere Jugendliche. Sie erhalten dafür Raum in der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule, werden ernst genommen und erleben auch ihre Lehrer eher in der Coaching-Rolle. Insgesamt wird erwartet, dass das Streitschlichter-, bzw. Mediationskonzept hilft von der Regelung von Schülerkonflikten zu entlasten; Lehrerinnen und Lehrer lassen zu, dass Schülerinnen und Schüler mehr Verantwortung übernehmen und sich insgesamt eine konstruktive Konfliktkultur entwickeln kann als Beitrag einer Präventivstrategie – weg von Feuerwehr-Arbeiten.

Mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 werden in einem Pilotprojekt interessierte Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 auf freiwilliger Basis während des ersten Halbjahres durch die Sozialpädagogin ausgebildet. Themen sind dabei insbesondere die Sensibilisierung für Konflikte und deren Ausgänge, Grundlagen der Kommunikation wie Ich-Botschaften, aktives Zuhören, Feedback-Übungen, Umgang mit Widerständen etc., Einüben des Schlichtungsablaufs. Daneben werden die zukünftigen Mediatorinnen und Mediatoren eingebunden in die organisatorische Projektplanung (Raum und dessen Gestaltung, Treffpunkte für Mediation, Vernetzung in/mit der Schulgemeinde etc.

Ab dem 2. Halbjahr steht diese Konfliktberatung insbesondere den Jahrgängen 5 und 6 in den Pausen zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler können sich direkt an die Mediatoren wenden. Es ist aber auch gedacht, dass eine Lehrkraft streitende Schülerinnen oder Schüler an die Schlichtung zu den vorgegebenen Zeiten verweist. Ob die jeweiligen Konfliktparteien dieses Angebot dann annehmen, bleibt ihnen nach dem Prinzip der Freiwilligkeit selbst überlassen. Es ist nur möglich einen Streit zu schlichten, wenn alle am Konflikt Beteiligten an einer Lösung interessiert sind. Gesucht wird noch ein möglichst zentraler Raum, der als Streitschlichter-Raum gestaltet wird und in dem die Mediation stattfindet.

Für das Gelingen und die Nachhaltigkeit dieses wichtigen Projekts für die Gestaltung von Schulklima und Konfliktkultur an unsere Schule ist die Akzeptanz und Wertschätzung aller am Beteiligten  von großer Bedeutung. Dazu müssen entsprechende Informations- und Abstimmungsprozesse in der gesamten Schulgemeinde und den Gremien erfolgen (Eltern, Schüler, Lehrer).

Ein wichtiges Thema dabei ist, dass sich nicht alle Konfliktarten, die in einer Schule auftreten können,  für Schülermediatoren eignen. Entsprechende Definitionen und Abgrenzungen im Konfliktmanagement der Schule müssen geklärt und transparent gemacht werden. Dazu gehören auch Klärungen des Fallzuganges im Sinne der Projektplanung und der Grundprinzipien von Schüler-Mediation. 

  • Mediation ist freiwillig. Keiner kann zur Mediation gezwungen werden.
  • Wer nicht zur Mediation gehen will, hat keine Konsequenzen zu erwarten.
  • Vor jedem Mediationsgespräch werden die Konfliktparteien nochmals gefragt, ob sie  die Vermittlung wollen.
  • Mit Schülern wird besprochen, dass die Empfehlung zur Mediation zu gehen keine Verpflichtung, sondern eine Bitte ist.
  • Wenn eine oder beide Konfliktparteien nicht zur Mediation wollen und den Konflikt nicht selbst lösen können, können sie sich an einen Lehrer oder andere Instanzen der Konfliktbearbeitung wenden.
  • Mediation ist ein Instrument  zur Konfliktbearbeitung, das vor allem konfliktpräventiv wirken soll. Konflikte sollten in einem frühen Stadium bearbeitet werden, so dass sie nicht weiter eskalieren.
  • (Vergl. Sabine Behn. Evaluation von Mediationsprogrammen an Schulen, Mainz 2006)

Wichtig ist auch die Vernetzung insbesondere mit den jüngeren Jahrgängen als Hauptzielgruppe zum Aufbau von Konfliktkultur. Dies geschieht zur Zeit vorbereitend durch das Klassenprogramm: „Anders Streiten: Wir wollen einen Weg finden, wie wir mit einem Streit so umgehen, dass wir uns nachher wieder in die Augen sehen können“  im Rahmen des „Sozialen Lernens“, durchgeführt durch die Sozialpädagogin in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern. 

Abgerundet wird die Projektplanung durch Maßnahmen der Wertschätzung für die Mediatoren: Zertifizierung und Zeugniseinträge, Hervorheben ihrer Arbeit auf einer Jahrgangsstufenversammlung und einer gemeinsame Unternehmung als Danke-Schön (letzteres je nach Ausbau der „von Schülern für Schüler-Projekte“ auch angedacht als Großunternehmung für ein Ehrenamtler-Danke-Schön der Schule)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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